Lund – Anfang oder Ende?

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Hallo, liebe Netzgemeinde, da sind wir wieder! Und heute befinden wir uns noch immer im Norden der „Sunshine Coast“, genauer gesagt auf der „Malaspina Peninsula“, wo wir von Powell River weiter auf dem Highway 101 bis zu dem kleinen Städtchen Lund fahren.

„Lund“? Das klingt doch irgendwie eher nach Skandinavien und nicht nach Kanada, oder? Korrekt! Denn 1889 siedelte sich hier der erste Europäer an. Sein Name: Charlie Thulin; er war Schwede und benannte das Gebiet nach seiner Heimatstadt im Norden Europas.

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Und so ein bißchen fühlt man sich hier oben auch erinnert an die skandinavischen Länder mit ihren Küsten und Vielzahl von kleineren und vorgelagerten Inseln. Charlie Thulin jedenfalls fühlte sich hier offenbar sehr schnell heimisch. Bald nach seiner Ankunft baute er das erste Hotel in dieser Region, das „Malaspina Hotel“, übrigens das erste Hotel, das nördlich von Vancouver eine Linzenz zum Alkoholausschank bekam.

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(Quelle: Vancouver Archives)

Heute wohnen rund 350 Menschen in Lund, es ist also recht überschaubar hier. Die Haupteinnahmequellen sind -wie auch in früheren Zeiten- die Fischerei und heute natürlich auch der Tourismus. Lund ist -bezogen auf die beiden Kontinente Nord- und Südamerika- ein ganz besonderer Ort, denn er markiert den Anfang (oder das Ende) der „Pacific Coastal Route“, die als Higway 101 über 15.202 km bis nach Quellon, Porto Monte in Chile führt. Ein kleines Denkmal, gestiftet von zahlreichen Bewohnern Lunds, wie die Kacheln belegen, markiert die „Mile Zero“.

An dieser „Mile Zero“ zu stehen, ist schon ein besonderes Gefühl, denn man kann sich gut vorstellen, dass man von hier aus den großen Trip im Wohnmobil durch Kanada, USA, Mexiko und viele andere Länder antritt, bis man dann nach vielen Monaten am anderen Ende der Welt in Chile ankommt. Tja, man muss ja auch noch ein paar Pläne für die Zukunft haben 😉

Für uns ging es aber heute nicht so weit. Wir blieben noch ein paar Stunden in Lund, um hier die Landschaft, die Ruhe und die herrliche Aussicht zu geniessen.

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Nach einer Wanderung entlang des „Sea Walk“…..

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…ging es dann noch zur Stärkung in „Nancy’s Bakery“. Hier werden einem  laut TripAdvisor die „besten Zimtschnecken (Cinnamon Buns) Kanadas“ versprochen. Und wir konnten dem nach entsprechender Verköstigung derselben nur zustimmen.

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Bald darauf ging es wieder Richtung Süden Richtung Powell River. Am Ortausgang von Lund warfen wir noch einen Blick auf die Karte des „Sunshine Coast Trail“, ein 180 km langer Fernwanderweg, der unweit von Lund startet und sich bis nach Gibsons runter zieht. Na, das wäre auch mal ein interessantes Projekt für uns als passionierte Wanderer.

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Das waren ein paar Impressionen aus Lund. Ein Ort, der sich durchaus zu besuchen lohnt, auch wenn man nicht extra aus Chile dafür anreisen muss. Anfang oder Ende? Keines von beiden! Für uns war Lund eine sehr schöne Zwischenstation auf unserer Reise. Himmlische Ruhe, tolle Aussichten und alleine wegen der Zimtschnecken würden wir jederzeit zurückkehren. Zum  Abschluß noch ein paar Bilder:

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Das war’s für heute mal wieder von mir, liebe Leserinnen und Leser. Wer noch mehr über den Ort Lund und dessen Geschichte erfahren möchte, dem empfehle ich die Website lundbc.ca/home.html .

Beim nächsten Mal sind wir wieder zurück in Sechelt. Dort war ich zu Besuch im Unternehmen „Salish Soils“. Was es damit auf sich hat? Wird im nächsten Blog verraten…

Wir lesen uns….

 

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